Im Rahmen eines Besuches in der Keihan Nishiki-Goi Senta, einer Koi-Farm in der Nähe von Osaka in Japan, der durch Frau Hiroe Matsui organisiert wurde, konnten Ansätze diskutiert werden, die es ermöglichen, ein neues Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu skizzieren, das durch Partner des Netzwerkes „ProAnimalLife“ umgesetzt werden soll.

Neben detaillierten Informationen zur Dimensionierung eines Koi-Teiches wurden weitere Haltungsbedingungen diskutiert, die im Umgang mit Kois von Interesse sind. Entscheidend sind zwei Aspekte: Das Bewegungsverhalten der Tiere und die Wasserqualität, hier insbesondere der pH-Wert, die Temperatur und die Sauerstoffkonzentration, wobei besonders kritisch schnelle Veränderungen dieser Werte sind. Züchter sind auf Grund ihrer Erfahrungen sehr schnell in der Lage zu beurteilen, ob es Abweichungen vom „Normalen“ gibt, also Krankheiten zu befürchten sind. Dies gilt aber nicht für die Halter selbst.

Eine Alternative könnte hier ein echtzeitfähiges Monitoringsystem sein. Zum einen besteht das Ziel darin, mit Hilfe einer intelligenten Auswertung von Bilddaten anormales Bewegungsverhalten zu detektieren. Darüber hinaus soll als zweites Modul ein Wasserqualitätsmonitoring implementiert werden mit der Option, ggf. automatisiert Maßnahmen zur Verbesserung zu initiieren. Bei Überschreiten vordefinierter Grenzwerte soll überdies über eine App eine Information an den Züchter übermittelt werden, der dann unmittelbar Kontakt mit dem Halter aufnehmen und zur Problemlösung beitragen kann.

Die Keihan Nishiki-Goi Senta besteht schon seit 40 Jahren und betreut mehr als 500 Kunden in ganz Japan. Mit einem System, wie es hier vorgestellt wurde, wäre es möglich, nicht nur den Haltern eine Unterstützung, sondern gleichzeitig der Koi-Form ein probates Mittel für die Kundenbindung zur Verfügung zu stellen. Dieser Herausforderung werden wir uns stellen!